Das Mediationsverfahren hat den Interessensausgleich der Streitparteien zum Ziel. Es fragt nicht nach Schuld, sondern danach, wie die Parteien in Zukunft miteinander umgehen wollen. Im Mittelpunkt der Mediation steht das Gespräch, das von einem neutralen Dritten geleitet wird. Dabei werden Lösungsvorschläge von den Beteiligten selbst erarbeitet. Dies hat eine hohe Akzeptanz der Ergebnisse zur Folge. Es wird eben nicht "gerichtet", sondern "vermittelt".
Das Verfahren ist transparent und klar strukturiert und kann in den einzelnen Phasen flexibel gestalet werden. So kann der Mediator die Parteien bei der Suche nach individuellen Lösungen effektiv begleiten. Die Mediationsphasen stellen sich wie folgt dar:
Klärung der Randbedingungen
Ausführliche Darstellung des Konfliktes durch die Beteiligten
Herausarbeiten der persönlichen und wirtschaftlichen Interessen und Wünsche
Klärung von Fragen anhand von objektive Kriterien (z.B. durch eine sachverständige Expertise)
Entwicklung von Lösungen
Abschluss durch eine gemeinschaftliche Vereinbarung
Die Vorteile vor allem der Wirtschaftsmediation gehen über den reinen monetären Streitwert hinaus. Der Mehrwert aus möglicherweise weiterhin funktionierenden Geschäftsbeziehungen ist ein wichtiges Argument für das Mediationsverfahren. Mediation ist außerdem ein vergleichsweise "schnelles" Verfahren. Es erspart ausufernde Gerichts- sowie Ausfallkosten. Die entstehenden Honorarkosten für die Mediation sind daher vergleichsweise niedrig.
Die Konfliktparteien wählen das Werkzeug Mediation in der Regel freiwillig und können Einfluss auf Verhandlung und Ergebnis ausüben. Es gibt dabei keine begleitende Öffentlichkeit. Die Vertraulichkeit des persönlichen und geschäftlichen Umfeldes wird damit gewahrt.